Der Sanddorn im Volksnamen u. a. auch Seedorn, Dünendorn, Fasanenbeere, Rote Schlehe oder Sandbeere genannt. Der botanische Name hippophae rhamnoides kann mit „leuchtende Pferdedorn“ übersetzt werden (griech. „Hippos“ = Pferd und „Phaos“ = Licht/Glanz).

Der Sanddorn, der zur Familie der Ölweidengewächse gehört, gelangte erst vor ca. 17.000 Jahren aus Zentralasien zu uns. Die Pflanze ist in Asien und Europa weit verbreitet. In Mitteleuropa sieht man ihn in Strand- und Dünennähe von Nord- und Ostseeküste und auch an Flüssen in den Alpen.

Der Sanddorn ist ein stark, verästelter, dorniger, bis zu sechs Meter hoher Strauch. Die Blätter sind kurzgestielt, wechselständig, lineal-lanzettlich und ganzrandig. Die Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und unterseits silberweiß. Die Blüten erscheinen von ca. Mai bis Juni. Die Früchte sind kleine, kugelige, fleischige lange Scheinbeeren mit Kern. Die Fruchtreife (Ernte) fällt in den September.

Die Beeren werden zur Herstellung von Saft, Mus, Marmelade, Gelee usw. verwendet und bereichert Natur-Joghurts, Quark- und Milchspeisen, sowie Müslis. Aus den ölreichen Kernen und dem Fruchtfleisch können zudem pflegende Cremes hergestellt werden.

Der Vitamin C-Gehalt der Beeren liegt weit über dem von Zitrusfrüchten. Sie sind zudem reich an Beta-Carotin, Ölsäure, Linolsäure, Vitamin E, Bioflavonoide, Fruchtsäure, Vitamin B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin B12. Spurenelemente (z. B. Mangan, Eisen)sowie Calcium und Magnesium sind weitere bedeutende Inhaltsstoffe.

Sanddorn ist ein uraltes Hausmittel z.B. für Rekonvaleszenten nach Operationen, nach Infektionskrankheiten und als Aufbaumittel.

In der anthroposophischen Medizin genießt der Sanddorn als „Lichtpflanze“ viel Anerkennung.

Er ist eine der wenigen Pflanzen, die nicht nur in ihren Kernen und Samen Öl speichern, sondern auch im Fruchtfleisch (Sanddornöl).

Das Öl ist abwehrsteigernd, stoffwechselregulierend, antibakteriell, reizmildernd, schützend und regenerierend und kann daher z. B. bei Akne, allergischen Hauterkrankungen, Sonnenbrand, Narben, Altersflecken und Wunden gute Dienste leisten.

Literatur:

  • Apotheker M. Pahlow, „Das große Buch der Heilpflanzen“, Lizenzausgabe für Weltbild Verlag, Augsburg, by Gräfe und Unzer Verlag, München 2004.
  • Prof. Dr. HP H. Dapper, „Heckengehölze“, Handbuch für Biologie, Kultur und Verwendung, Berlin 1992.
  • Dr. rer. nat. B. Pabel , Zeitschrift „Naturarzt“ 12/2007, Ruprik: Bewußt ernähren – Natürlicher Schutz vor freien Radikalen.

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